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Apologies I Have None

“Fuck you London, I’m out!” Ganz so schlimm, wie es sich anhört, steht es um das Verhältnis, das Apologies, I Have None zu ihrer Heimatstadt haben, nicht. Es ist eher so eine Hass-Liebes-Beziehung, meinte Sänger und Gitarrist Josh Mckenzie mal in einem Interview. Ehrliche, raue Texte und dreistimmige Gesangslinien, die live Gänsehaut versprechen, vermengt mit dem höchst attraktiven Londoner Akzent erwarten euch.

Ein Fest für Hobby-Psychologen! Nach dem sensationellen Erfolg ihres Debüt-Albums "London" wirkt die neueste EP der Heartcore-Erneuerer wie der düstere Versuch, zum Beat eines Schicksalsschlages zu tanzen: Alles Schwarz, "Black Everything".
 
Apologies, I Have None erkunden ihre dunkle Seite und erschaffen dennoch vier Songs von epischer Größe. In Windeseile hat die zum Trio geschrumpfte Band den Fortgang ihres zweiten Frontmannes Dan verdaut, dessen Rolle im Songwriting die drei verbleibenden Briten ohne Probleme im Kollektiv auffangen konnten – und sich hierbei eindringlich ihrer traurigen Seite hingeben. Gerade in diesen düsteren Nuancen läßt Sänger Josh McKenzies Stimme die fragilen, hochemotionalen Songzeilen aufglühen und eröffnet dem weiten Sound der Band eine ganz neue Dimension. Noch intensiver, noch athmosphärischer als man es von AIHN ohnehin gewohnt war zeugen die vier Songs auf "Black Everything" von einem enormen Spektrum zwischen modernem Emo-Heartcore, Post-Rock und Indie – ein Bastard aus Brand New und The Cure.
 
Wer ihr 2012 veröffentlichtes Debut "London" kennt, der weiß, dass Apologies, I Have None stets große Freunde von Konzeptalben waren. "Black Everything" setzt dem jedoch die schwarze Krone auf.  "This record is certainly more depressing in tone than many of the songs on 'London'", beschreibt der Kopf der Band, Josh McKenzie, und gibt hinzu: "There is a broad underlying theme across the songs that deals with mental health and the affect a constantly fluctuating mind has".
 
Diese flirrenden Anflüchte von depressiven Ausbrüchen entstanden während der gemeinsamen Live-Aufnahmen des Albums: "We haven't recorded like this before and I struggle to decide if I enjoyed recording this way", beschreibt Josh den ungewohnten Aufnahmeprozess. "On one hand the actual process is more fun, it feels more like a practice and there is a certain 'feel' that is harder to achieve when tracking everything separately. On the other though, I'm obsessively controlling and it was quite hard to relinquish that control, which you need to do to some degree when recording like this I think."
 
Probleme mit Kontrollverlusten, dunkle Momente: "Black Everything" gelingt es trotz vermeintlich einfacher Struktur bei jedem Hören zu wachsen. Die (natürlich) komplett schwarze 12" LP erscheint mit den vier Songs auf der A-Seite und einem (richtig geraten!) schwarz-auf-schwarzem Siebdruck auf der B-Seite. Der Platte liegt ein Download-Code bei. LP-VÖ ist der 09. Mai 2014. Digital ist die EP bereits ab 25.04.2014 erhältlich.

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