Dúné

Indie/Elektro/Rock ° Skive/DK

Urbane Hippness, wer braucht dich?

Man kann sein jugendliches Dasein auch gut und gerne in einem 28.000-Seelen-Kaff im beschaulichen Nordwesten Dänemarks fristen und trotzdem stilistisch und musikhistorisch voll auf dem Posten sein. Jüngster Beweis: Dúné (sprich: Dü-nee). Mattias Kolstrup (Gesang, Percussion), Simon Troelsgaard (Gitarre), Cecilie Dyrberg (Keyboards, Vocals), Ole Bjørn Sørensen (Keyboards, Vocals), Piotrek Wasilewski (Bass), Malte Aarup-Sørensen (Schlagzeug) und Danny Jungslund (Gitarre) verbrachten ihre bisherige Adoleszenz im idyllischen Touristen-Hotspot Skive am gleichnamigen Fjord – doch die Einflüsse ihres Sounds entstammen den verschiedensten Epochen und Genres aus aller Welt. Im jederzeit stilsicheren High-Energy-Derivat des blutjungen Septetts finden sich unüberhör- und -sehbare Spurenelemente aus den vergangenen vierzig Jahren Musikgeschichte: Der aufmüpfige Britrock der Sechziger, die Energie des Punkrocks der späten Siebziger, die ohrschmeichelnde Harmoniesucht des Achtziger-Jahre-Pops und die vorbehaltlose Experimentierfreude des Indierocks der Neunziger finden allesamt ihre kompetente Entsprechung in den Songs der Band, die trotz der noch an einer Hand abzählbaren EP- und Single-Veröffentlichungen im heimatlichen Königreich bereits beachtliche Hallen füllt. Und überhaupt zählt die Live-Performance zu den absoluten Stärken der skandinavischen Youngster: Die Routine und Tightness, mit der Dúné ihre Shows abliefern, versetzt nicht nur den unvorbelasteten Zuschauer in Erstaunen. Zu den größten Dúné-Supportern zählt u.a. das einflussreichste Musikblatt des 443-Insel-Staates: der Branchenführer „Gaffa“.

 

 

 

 


Die Debutsingle Bloodlines belegte neun Wochen lang den ersten Platz der dänischen „Urban Payload“-Download-Charts. Im November 2006 trat die siebenköpfige Band bei den Danish National Radio Awards auf, die live im Fernsehen übertragen wurden. Dúné konnten zwar trotz Nominierung keinen Preis mit nach Hause nehmen, aber ihr fulminanter Live-Auftritt machte sie zum Gesprächsthema des Abends – und rückte die Gruppe endgültig in den Fokus der Aufmerksamkeit der versammelten dänischen Medienvertreter. Dúné haben sich innerhalb kürzester Zeit einen Ruf als eine mit einer erstaunlichen Energie ausgestatteten Liveband erspielt, die regelmäßig ein völlig begeistertes Publikum hinterlässt. Woher nehmen die Bandmitglieder das Selbstbewusstsein für diese bemerkenswerte Live-Präsenz – in einem Alter, in dem junge Menschen für gewöhnlich lieber tot umfallen, als mit einer wie auch immer gearteten Darbietung vor Publikum aufzutreten? „Man kann das schwer in Worte fassen”, sagt Mattias. „Das muss man schon selbst erleben. Wenn die Musik dich packt, dann ist alles andere egal. Wir waren schon immer eine Gruppe, die über sehr viel Willensstärke und Energie verfügt. Wir bekommen tolle Resonanz auf unsere Arbeit, das spornt uns noch mehr an. Andere finden ihre Erfüllung beim Fußball spielen oder wenn sie am Wochenende im Club abstürzen. Für uns ist das eben die Band. Auf der Bühne fühlen wir uns unschlagbar; da sind wir zuhause. Mattias, unser Sänger, zum Beispiel, der ist normalerweise ein total stiller Typ, aber auf der Bühne verwandelt er sich in ein verrücktes Monster mit Schaum vor dem Mund und allem. Alles was uns bewegt – Trauer, Ärger, Freude, Wut – packen wir in unsere Bühnenshows. Aufzutreten ist ein unbeschreibliche, großartige Sache – für jede und jeden einzelnen von uns.“

[ Dúné bei myspace ]